borders

die schrauben quietschen ein wenig. sie haben dich hierher gebracht, nach dem ersten versuch. trockene einöde, sand. winterstürme. wo die anderen sind, niemand weiß es zu sagen. die zeit ist ein zähflüssiges tier. die wände stumpf von blut.

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letzter traum

es zieht ein wenig, hier.

der sonnenwind streicht vorbei, und die vielen atome, aus denen das nichts nicht besteht, kitzeln an meiner nase. ich möchte mich kratzen, aber der helm ist im weg. visier hoch, augenblicklich entweicht eine wolke sauerstoffreiches gas, reines zellgift, toxischer fluff, aber ohne das zeug macht es dauerhaft auch keinen spass. in den letzten momenten geniesse ich die aussicht auf die pittoresk qualmende halbkugel, da, wo sich vorher noch ein planet namens erde befand.

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space

endliche weiten

meine mama hat gesagt, ich darf heute wieder allein in den kindergarten. im kindergarten sind alle meine freunde. also, so sagt léa halt. léa ist meine lieblingserzieherin. sie ist total lustig, und ich kann den ball durch sie hindurchwerfen, wenn ich es richtig anstelle. dann flackert es ein bißchen, und sie lacht mit mir.

manchmal, wenn sie allein ist, sehe ich ihren sorgenvollen blick. ich glaube, daß sie bald ersetzt wird, wenn sie merken, daß sie schon am vormittag in die ladestation zurück muß.

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kapillaren

every city by the sea had fallen
in love with you–
i hear their church bells
from the beach.

und ich stehe am ufer, wind im haar, draußen die offene see, hinter mir die grabsteine, wie viele sind wohl da draußen geblieben, wie mag es ihnen gehen, sie haben ihre stadt auf den meeresgrund gebaut, unwissentlich, die große flut hatte die torflinse unterspült. ab und an, in manchen nächten, tauchen sie auf.Weiterlesen »