frühmorgens, 06:58

schläfrige seevögel auf dem wasserspiegel. auf den sandbänken staut sich die zeit. anna kocht kaffee, schiebt sich die nacht aus dem gesicht wie eine widerspenstige strähne. morgenschwimmen, am horizont dramatischer sonnenaufgang. erste papierschnipsel auf dem wasser, die fische schreiben schon.

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Die Hutmacherin kennt alle Farben des Flusses.

Sie sieht ihn täglich. Ihr Fahrrad ist Zaungast in der Welt der Wasservögel. Der Frühdunst ihr Morgenkaffee. Das fahlgrüne Band ihr Zuhause. Der Nebelbank folgend, im lauen Sand zur Flußmitte, dort ein Tisch. Konferenz mit Stockente und Graureiher, ihren Geschichten lauschend.

Die Fische befassten sich mit ihren eigenen Wissenschaften. Worüber da oben wohl geredet würde; früher, in einem anderen Leben, die meisten wußten nichts mehr davon, hatte sie um diese Zeit gesessen, blauer Dunst, schweigend inhaliert, ein Pott Kaffee. Weiterlesen »