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das kind rennt die rutsche hinauf, balanciert über den querträger, blickt über den wolkenverhangenen horizont. segel setzen, kurs nordnordwest, drei knoten fahrt. im dunkelblauen gegenlicht verglüht der tag, wellt sich an den rändern auf, nächster traum.


kaffeeduft, geschirrgeklapper. die brötchen im backofen, die marmelade an der stuhllehne. anziehen, raus. einsam wartet der spielplatz, schlagschatten, gleißendes sonnenlicht.

manchmal, in den nächten, sitzt das kind am bettrand, blick über die erleuchtete stadt. dunkle wolken, kurs nachtwärts, in unklarer mission. ein mond, verloren am himmelsrund, in der ferne hohe berge. heute schauen die toten auf uns herunter, erzählt es dann, und ob sie sich wohl noch erinnern. am horizont erste morgendämmerung.